Die Camargue als Landschaftseinheit, franz.: Plaine de la Camargue, darf nicht mit dem Regionalen Naturpark Camargue (franz.: Parc naturel régional de Camargue) verwechselt werden. Die Plaine de la Camargue oder Grande Camargue wird von den beiden Rhônearmen begrenzt. Von der Mitte nach Süden, wohin also wenig Flusssedimente gelangt sind, ist sie durch zahlreiche Lagunen, deren größte Étang de Vaccarès heißt, in kleine Halbinseln und Inseln zergliedert.
In einer erweiterten Definition wird die Kleine Camargue westlich des Deltas mit hinzugerechnet und ein Landstreifen am Ostufer der Großen Rhone (le Grand Rhône) mit dem Plan du Bourg und dem Sumpfgebiet Marais du Viguerat. Zu den Rhônearmen hin ist die Camargue völlig eingedeicht, die früher üblichen und zur Bildung der Landschaft beitragenden Überschwemmungen finden somit nicht mehr statt. Daraus resultieren zum Teil Probleme mit der Versalzung der Böden. Die Flora in der südlichen Camargue, wo keine landwirtschaftliche Nutzung mehr erfolgt, ist von Pflanzen bestimmt, die mit Brackwasser zurechtkommen, wie Schilf, Tamarisken und dem Queller (salicorne). Sie gehört fast vollständig zum Gemeindegebiet von Arles, wodurch Arles zur flächenmäßig größten Gemeinde Frankreichs geworden ist.


Touristische Attraktionen sind die wildlebenden Herden der weißen Camargue-Pferde, einer nur hier vorkommenden Pferderasse, sowie die teilweise sehr großen Herden der Camargue-Stiere. Diese werden bei den größtenteils unblutigen Stierkämpfen in den Arenen der Provence eingesetzt. Ihr Fleisch (französisch taureau, auch toro) ist eine Spezialität der provenzalischen Küche. Pferde und Stiere leben im Freien, sie haben aber Besitzer und tragen entsprechende Brandzeichen; es sind also keine wilden Tiere.

Nach einer sehr ruhigen Nacht erwachen wir inmitten Vogelgezwitscher, starkem Wind und Sonnenschein mitten in der Camarque. Als Zaungäste erleben wir unerwartet ein grossartiges Ereignis. Junge Stierkälber werden mit einer grossen Zeremonie vom Besitzer gebrandmarkt.





Wir sind froh, dass der junge Stier nach dem Prozedere wieder zu seiner Herde zurückspringen kann. Die Einheimischen sehen alle überglücklich aus (für uns braucht es allerdings starke Nerven).
Anschliessend machen wir uns auf die Weiterreise und begegnen den Etang‘s entlang Flamingos und anderen Tieren. Am Abend übernachten wir in Leucate-Plage.

