Heute Mittag fahren wir im Hafen von La Linea de la Conception ab. In Tarifa kaufen wir wieder einmal Lebensmittel und Getränke ein. Auf dem Weg nach Barbate kommen wir an unendlich grossen Kornfeldern vorbei, auf welchen riesige Windturbinen-Farmen aufgebaut sind. Nach Barbate besuchen wir den Parque Natural Brena y Marisma.
Gegen Abend finden wir in der Nähe von Conil de la Frontera an der Atlantikküste einen wilden Übernachtungsplatz. Das erste Mal können wir im Atlantik baden. Der Abend geht mit einem unvergesslichen Sonnenuntergang zur Neige.
Die Stadt des Lichts und der Türme verzaubert mit ihrem ungewöhnlichen Charme. Die lebendige Altstadt ist bis auf die Zufahrt durch die Neustadt vom Meer umgeben. Cadiz blickt auf eine 3000 jährige Geschichte zurück und ist die älteste Stadt Europas. 1100 v. Chr. gründeten die Phönizier an der gut geschützten Bucht die Stadt Gadir. Aus dem römischen Gades wurde das maurische Qadis, das 1262 von Alphons X., dem Weisen, zurückerobert wurde. 1717 – 1768 wurde die Hafenstadt zum alleinigen Umschlagplatz für den Handel mit Lateinamerika.
Trotz wirtschaftlicher Probleme sind die Werften der Stadt (125‘000 Einw.) heute noch immer wichtiger Arbeitgeber.
Neben dem Castillo de Santa Catalina finden wir direkt am Meer einen Übernachtungsplatz. Der starke Wind macht in der Nacht aus unserem Camper einen Schüttelbecher.
100 jähriger Baumbestand Park GenovesKapokbaum auf dem Plaza de MinaCatedral Nueva
Die einzige ausschliesslich barocke Kathedrale Spaniens. Die „goldene“ Kuppel ist in Wirklichkeit mit gelben Fliesen geschmückt, doch ist der optische Effekt beeindruckend, besonders von der Promenade aus. Bei der Besichtigung muss Barbara ihr geliebtes Taschenmesser abgeben (Barbara bleibt etwa noch an Messerkontrollen hängen . . .). Der Sicherheitsbeamte ist sehr erstaunt, dass nicht ich der Besitzer des Messers bin.
Achtung! sehr gefährliches Werkzeug
Nach dem eindrücklichen Rundgang (mit Audioführung) durch die Kathedrale, geniessen wir das ausgiebige Flanieren durch enge, lebendige Gassen, den Markt, grandiose Plätze und nach über 11 Km Fussmarsch schliessen wir den erlebnisreichen Tag in einem Fischrestaurant ab.
Hier bleiben wir 3 Tage und erkunden mit unseren Fahrrädern die Stadt mit ihren vielen Facetten. In Jerez könnte man 2 Wochen bleiben und hätte immer noch nicht alles gesehen. Wir entscheiden uns für einige typische Sehenswürdigkeiten kultureller oder kulinanirscher Art. Der Besuch einer Flamenco-Darbietung, die Besichtigung der Alcazar und einer Führung durch die Bodega von Tio Pepe bestimmen unser Programm. Daneben nehmen wir uns Zeit zum Flanieren und Tapas geniessen.
Jerez ist weltberühmt als Herkunftsort des Jerez-Weins, in unseren Breiten besser bekannt als Scherry. Ebenso grosse Bedeutung aber haben hier die Pferdezucht und der Flamenco. Mit ihren schönen Plätzen, schicken Geschäften, lebhaften Bars und Restaurants gehört sie zu den sehenswertesten Provinzstädten Andalusiens.
In keiner Stadt sind die typischen Merkmale Andalusiens so ausgeprägt wie im lebensfrohen Sevilla. Orangenbäume und blühende Parks prägen das Bild. Aus den Bars dringt Flamencomusik, in ruhigen Strassen hört man das Geklapper von Pferdekutschen. Moderne Gebäude bilden mit Palästen aus der Maurenzeit, Kirchen und mittelalterlichen Gassen eine gelungene Architektursynthese. Ausserdem laden hier einige der „Tapas-Bars“ Spaniens zum Verweilen ein.
Sevillia ist einer der heissesten Orte des europäischen Festlandes. Wir erleben das in der zweiten Maihälfte am eigenen Leibe mit 37 Grad. Wir geniessen eine grosse Stadtrundfahrt auf dem offenen Doppelstöcker und gewinnen so einen ersten Eindruck über die Sehenswürdigkeiten und Dimensionen der 700‘000 Einwohner-Stadt.
Plaza de EspanaKathedrale und Giralda
Die von 1184 – 1196 von den maurischen Almohaden errichtete 97.5 Meter hohe Giralda ist das Wahrzeichen der Stadt. Im 16. Jh. bauten die Spanier das einstige Minarett zum Glockenturm mit 25 Glocken um. Statt über Treppen gelangt man über 35 Rampen bis zur Aussichtsplattfotm – so kam der Sultan mit dem Pferd bis nach oben, von wo er di Aussicht auf seine Stadt geniessen konnte.
Torre del Oro
Die 1765 fertiggestellte Stierkampf-Arena „La Maestranza“ ist die grösste Andalusiens
Im Hafen von Gelves, sechs Kilometer vom Stadtzentrum Sevilla entfernt, finden wir einen idealen Übernachtungsplatz für drei Nächte.
Heute verlassen wir Sevilla und fahren direkt an den Atlantik der Donana (Naturpark) entlang nach Matalascanas. Direkt am Strand finden wir für 2 Nächte einen Platz. Nach einem ausgiebigen Strandspaziergang finden wir unseren Camper völlig von Spaniern eingekeilt. Offensichtlich gehen die Einheimischen am Wochenende an den Strand. Dann entdecken wir plötzlich ein Brautpaar in weissem Brautkleid und Anzug. In der Absicht die Abendsonne zu fotografieren, werden wir Zeugen wie das Brautpaar in ihren schönen Kleidern aus den Wellen des Atlantiks steigt. Offenbar ist das hier eine Tradition. Nach schlechten Paparazzi-Bildern wenden wir uns der Sonne zu und entdecken gleich noch eine Firmung .
Heute Samstag machen wir eine Wanderung am Strand des Donana Naturpark entlang. Dieser erstreckt sich über 30 Km – wobei wir uns mit 6 Km begnügten.
Heute fahren wir von Matalascanas mitten in den Donana-Park auf einen Campingplatz. Unsere Absicht ist mit den Fahrrädern den Naturpark zu erkunden. Die Hitze von 38 Grad lässt uns den Vorsatz buchstäblich ins Wasser fallen und wir schalten 2 gemütliche Tage mit Baden im Pool und Schatten unter den Pinien ein.
Wer zum ersten Mal nach El Rocio inmitten des Nationalparks Donana kommt, der glaubt sich fast in eine Wildweststadt versetzt. Breite, menschenleere Sandstrassen durchziehen das meist verschlafene Dorf mit seinen flachen, schneeweissen Häusern im Kolonialstil.
Der Ort ist das Ziel der Romeria del Rocio, einer Wallfahrt, bei der jedes Jahr an Pfingsten über eine Million „romeros“ (Pilger) aus Spanien und aus dem Ausland auf die rund 800 Einwohner El Rocios treffen, um in der Kirche Nuestra Senora del Rocio, der heiligen Jungfrau von Rocio zu huldigen.
Die meisten Gebäude in El Rocio gehören „Hermandades“, Bruderschaften, die oft kleinere Feiern veranstalten.
Die Fahrt von El Rocio bis Isla Cristina, kurz vor der portugiesichen Grenze, führt uns an Residenzen und verfallenen Dörfern vorbei. Weiter südlich durchqueren wir riesige Gemüse- und Früchteplantagen. Bei grösster Hitze arbeiten hier meist schwarze Menschen unter schwierigen Umständen. Plötzlich begegnet uns eine Gruppe Feldarbeiter und wir beobachten, dass diese in einfachen Plastikunterständen verborgen hinter hohem Schilf wohnen.
Zwei Kilometer von der Stadt Isla Cristina finden wir einen sehr schönen Stellplatz auf welchem wir 3 Nächte verbringen. Der Ort wurde 1756, ein Jahr nach dem Erdbeben von Lissabon, von katalanischen Fischern gegründet und zunächst La Higuerita genannt. 1802 wurde er eine unabhängige Gemeinde und 1834 in Isla Cristina (zu Ehren der spanischen Königin) umbenannt. Heute ist sie die drittgrößte Stadt der Provinz Huelva. Isla Cristina ist stark vom Fischfang geprägt. Im Sommer allerdings verdreifacht sich die Einwohnerzahl, wenn (vorwiegend) spanische Touristen hier ihren Urlaub verbringen. Internationalen Tourismus findet man 8 km östlich der Stadt am Strand von Islantilla, wo ein Touristenzentrum errichtet wurde.
Heute unternehmen wir eine herrliche Velotour. Zuerst durch das Naturreservat nach Ayamonte und danach auf die Halbinsel Punta del Moral. Von hier geht es mit der Fähre zurück nach Isla Cristina. Die Gegensätze auf dieser Tour können grösser nicht sein.
30.05.2019 Heute buchen wir eine Schifffahrt durch den Hafen und die Lagunen der Isla Crisitina. So bekommen wir Informationen aus erster Hand über die lokale Fischerei.
Heute verlassen wir die Halbinsel mit der schönen Stadt und Naturschutzgebiet Isla Cristina und damit auch Andalusien und fahren nach Portugal in die Algarve. In der Nähe von Albuveira finden wir für 3 Tage einen schönen Stellplatz. Hier lassen wir die Algarve auf uns wirken und geniessen das Baden im Atlantik.
Zu Fuss geht es in die Festung „Fortaleza de Sagres“ aus dem 18. Jahrhundert. Die schlichte Kapelle „Nossa Senhora da Craça“ ist wohl der einzige Überrest aus dieser Zeit. Das wilde, windgepeitschte Kap im äussersten Südwesten Europas galt einst als „O Fim do Mundo“ das Ende der Welt. Hier wurde die Caravelle mit ihrem hohen Heck entwickelt, ein Segelschiff, das Kolumbus später bei seiner Atlantiküberquerung einsetzte. Bedeutende Seeleute wie Vasco da Gama, Pedro Alvares Cabral und Ferdinand Magellan wurden hier im Zentrum für Navigation und Seefahrt ausgebildet. Die besten Kartografen, Astronomen, Seeleute und Schiffsbauer versammelten sich hier.
Nossa de Senhora da Graça
Weiter auf dem „Cabo Sao Vicente“ lesen wir, dass Heinrich der Seefahrer, am Platz des heutigen Leuchtturms einen Palast besass. Der Leuchtturm zählt zu den leistungsstärksten in Europa. Sein Licht ist auf See noch in fast 100 Km Entfernung auszumachen. Der Weg zum Turm und die Aussicht auf alle Seiten, macht uns sprachlos. Später erleben wir einen spektaktulären Sonnenuntergang. Wir bleiben auf diesem sehr windigen Klippenplatz über Nacht.
Nach einer sehr windigen Nacht auf der Klippe „am Ende der Welt“ verlassen wir die Küste und fahren landeinwärts. Die Reise führt uns durch die Landschaft des Alentejo, die am dünnsten besieldete Region des Landes. Korkeichen, Olivenbäume und Getreidefelder prägen die sanfthügelige Landschaft. Wir gelangen nach Evora, die grösste Stadt des Alentejo. Die Innenstadt gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Wir schauen uns diesen sehenswerten Ort gründlich an (kein Wunder machen wir 10 Km zu Fuss) und bleiben über Nacht hier. Ein Auszug aus Wikipedia informiert uns über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Stadt:
Von der vorzeitlichen Besiedlung des Gebietes zeugen die Megalithen im Distrikt Évora. Nahe der Stadt befinden sich zahlreiche Relikte der Vorzeit. Am kleinen Fluss Ribeira liegt die größte Megalithanlage Portugals, die „Anta Grande do Zambujeiro“. Die Gründung der römischen Stadt Ebora Liberalitas Julia geht auf die Kaiserzeit zurück, der gut erhaltene Diana-Tempel mit seinen monumentalen Säulen zeugt noch heute vom römischen Erbe.
Im Jahre 715 wird Évora (arabisch: Yabura) von den Mauren erobert und mit Burg und Moschee ausgebaut. Im September 1165 erobert Geraldo sem Pavor (= Gerald ohne Furcht) durch eine List Évora für König Afonso Henriques. Mit Unterstützung des Ritterordens von Avis werden die Mauren endgültig vertrieben. Dafür macht der Ritterorden Évora 1166 zu seinem anfänglichen Sitz, nennt sich anfangs auch Ritterorden Évora und umgibt die Stadt mit einer Mauer, die bis heute weitgehend erhalten blieb.
Seit dem 12. Jahrhundert lassen sich die portugiesischen Könige in Évora wählen. Ihr Hof in Évora wird durch die Humanisten Garcia und André Resende, den Chronisten Duarte Galvão, den Theaterdichter Gil Vicente, den Bildhauer Nicolas Chanterene im 15. und 16. Jahrhundert zu einem Zentrum des portugiesischen Humanismus.
1559 gründet der Kardinal und spätere König Dom Henrique die Jesuiten-Universität. Évora verliert nach der Annexion Portugals durch Spanien 1580 bis 1637 erheblich an Bedeutung. Mit der Schließung der Universität 1759 durch den Marquês de Pombalverliert Évora endgültig seinen einstigen Rang. 1973 wurde die Universität Évora neu gegründet.
Aus römischer Zeit stammen der Diana-Tempel, die Burg sowie der Aquädukt„Aqueduto de Água de Prata“. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die im Zentrum stehende Kathedrale von Évora, der ehemalige Königssitz Paço dos Condes de Bastound die seit dem 15. Jahrhundert existierende, aber erst 1979 wiedereröffnete Universität.
In einigen Straßen der Altstadt – zum Beispiel in der Travessa das Nunes, der Rua do Cano oder der Rua do Salvador – ist zu sehen, wie der Aquädukt im Laufe der Zeit zu Wohnzwecken umgestaltet wurde. In der engen Gasse Travessa Alcárcova de Cima sind ein gut erhaltenes Stück römischer Mauern sowie im Untergeschoss eines Wohnhauses römische Fundamente beachtenswert.
Der im Stadtzentrum gelegene Praça do Giraldo genannte Platz mit dem Marmorbrunnen und den Arkaden gehören ebenso zu den Sehenswürdigkeiten wie das BeinhausCapela dos Ossos (Kapelle der Knochen), ein Kirchengebäude, an dessen Wänden menschliche Gebeine gestapelt sind.
Die geheimnisvolle Megalithenstätte Cromeleque dos Almendres zählt zu den ältesten prähistorischen Fundstätten Europas. Der Steinkreis liegt ca. 20 Km westlich von Evora entfernt über dem Ort Guadalupe.
Auf der Weiterreise Richtung Porto schalten wir in Nazaré einen Zwischenhalt ein. Der Ort liegt zwischen Lissabon und Porto und ist bekannt für seine Monsterwellen. Hier messen sich die besten Big Wave Surfer der Welt an der legendären Praia do Norte und setzen dabei ihr Leben aufs Spiel. Die grössten Wellen werden bis zu 35 Meter hoch. Es interessiert uns warum gerade in Nazaré die Wellen so hoch werden. Nach recherchieren in Google werden wir fündig. Nach diesem windigen Wellenerlebnis erholen wir uns mit einem herrlichen Fischessen. Der erste Regen nach 5 Wochen ist von kurzer Dauer.
German big wave surfer Sebastien Steutner drops a wave off Praia do Norte in Nazare, central Portugal, on December 17, 2016. / AFP / FRANCISCO LEONG (Photo credit should read FRANCISCO LEONG/AFP/Getty Images)
Portugals zweitgrösste Stadt hat eine konkurrenzlose Lage an den steilen Abhängen des nördlichen Douro-Ufers. Die Hafenstadt fasziniert mit geschäftigem Flair und dem Nebeneinander renovierter schicker und sehr ärmlicher Viertel.
Porto („der Hafen“) ist schon seit mindestens 3000 Jahren besiedelt. Die Römer bauten hier bei Portus einen Hafen, hier querte die Strasse von Lissabon nach Braga den Fluss. Die Siedlung am Südufer, wo jetzt Vila Nova de Gaia liegt, hiess damals Cale. Diese beiden Städte gaben ihren Namen der Grafschaft Portucale, die Teresa von Kastilien 1095 als Mitgift in die Ehe mit Heinrich von Burgund einbrachte. Als ihr Sohn, Afonso Henrique, den Rest des Landes von den Mauren eroberte, nannte er sein neues Königreich Portugal.
Die Stadt ist bekannt für ihre prächtigen Brücken und den hier hergestellten Portwein, welchen wir selbstverständlich auch genossen haben, mit den hier üblichen Queijo, welche aus Kartoffeln, Fisch und Käse hergestellt werden.
Rathaus mit UhrenturmBahnhof Campanha
Die imposante zweistöckige Eisenbrücke, „Dom Luis I“, wurde 1886 von einem Schüler Gustav Eifel‘s entworfen. Sie verbindet Porto mit Vila Nova de Gaia.
Heute verlassen wir den Atlantik und fahren dem Douro-Fluss entlang bis nach Peso da Régua. Die Stadt ist Hauptumschlagsplatz für den Portwein, der zu den Kellereien in Vila Nova de Gaia transportiert wird. Hier wollen wir zwei Nächte bleiben. Nach einer Ortsbesichtigung kühlen wir uns im Schwimmbad neben dem Stellplatz ab.
Nach einer ruhigen Nacht heisst es früh auftehen, denn die Douro-Linie in Richtung Pinhao startet bereits um 09:10h am Bahnhof Regua. Wir setzen uns auf die rechte Seite und haben so einen tollen Ausblick auf den Douro und die gegenüberliegenden Hänge mit ihren Quintas und Weinpflanzungen. Gemütlich rattert das Bähnchen dem Fluss entlang und hält an winzigen Bahnhöfen. Pinhao ist der dritte Stop. Seine Hauptattraktion betreten wir automatisch: es ist der berühmte, mit blau-weissen Azulejos geschmückte Bahnhof. Hier dreht sich alles um den Weinbau.
Steil geht der Weg nach unten an den Hafen des Douro. Dort besteigen wir ein Douro-Boot und geniessen eine zweistündige Fahrt nach Tua und zurück. Die Fahrt führt an den grossen Portoproduzenten mit ihren Quintas vorbei – eine herrliche Landschaft.
Heute fahren wir nach Bahn und Schiff noch mit dem Auto durch das Douro-Tal. Dabei erleben wir noch einmal das Tal aus einer ganz anderen Perspektive. In Pinhao verlassen wir das Tal und fahren über die Weinstrasse Richtung Spanien. Vorerst geht es durch hügelige Landschaft mit Reben, Olivenhainen und später mit Getreidefeldern durch grenzenlose Ebenen, bis wir in Toro neben der Burg einen Übernachtungsplat finden. Toro ist eine spanische Kleinstadt und Hauptort einer Gemeinde in der Provinz Zamora in der autonomen Gemeinschaft Kastillien und Leon. Hier nehmen wir Abschied von Spanien und geniessen den warmen Abend in einer Bodega.
Heute geht es von Toro bis Saint-Jean-de-Luz auf einen Campingplatz in Frankreich. Hier sind die Temperaturen 20 Grad tiefer als gewohnt und es regnet das zweite Mal seit sechseinhalb Wochen. Unsere geplante Reise schliessen wir hier ab. Auf dem Panorama du Pyla bleiben wir nun einige Tage und geniessen das Fliegen und Sein. Es war schön mit euch unsere Erlebnisse zu teilen und wir wünschen allen einen schönen Sommer. Nun werden wir nur noch sporadisch Bilder in den Blog stellen.
Wir fahren an der Dune du Pilat ab und sind uns sofort einig auf dem Rückweg Paris einzunehmen. Hier finden wir ein schattiges Plätzchen von welchem aus wir die Stadt per Velo und Métro erkunden können. Die Temperaturen sind sogar weniger hoch als in Uetendorf. Erstaunlicherweise ist Paris sehr Velo- und Elektrotrottinettfreundlich.
Sogar die Polizei ist Velofreundlich
Nach einer sehr eingehenden Gepäck- und Personenkontrolle (strenger als am Flughafen) erklimmen wir am nächsten Tag über 284 Treppenstufen den Triumphbogen. Von hier oben ist die Rundsicht auf Paris unglaublich.
Sie hat einen Nord-Süd-Verlauf und ist bis zu 110 Meter hoch (81 Meter laut SRTM-Daten), 500 Meter breit, etwa 2,7 Kilometer lang (geschätztes Volumen 60 Millionen Kubikmeter) und liegt an der Meeresöffnung des Bassin d’Arcachon, südlich des Städtchens Arcachon und des Vorortes Pyla sur Mer, gegenüber von Cap Ferret. Auf der Westseite (zum Meer) hat sie eine Steigung von zwischen 5° und 20°, die Ostseite fällt stark ab (30° bis 40°).
Die Düne hat eine reine Sandfläche von 135 Hektar, der umliegende Wald etwa 4000 Hektar.
Das ganze Jahr über haben Gleitschirmflieger ihren Spaß am Westhang der Düne und genießen dabei den einzigartigen Ausblick. Und die Spaziergänger auf der Düne freuen sich über die bunten Tupfer am blauen Himmel und können aus nächster Nähe die zum Teil spektakulären Flugmanöver bewundern.
Bei Gleitschirmfliegern ist die Düne als eines der schönsten Fluggebiete Europas und eines der faszinierendsten Soaringgebiete überhaupt bekannt. Neben den optimalen Windverhältnissen spielen dabei sicherlich auch die einzigartige Landschaft und die angenehmen Temperaturen im Frühjahr, Sommer und Herbst eine große Rolle.
Kein Wunder also, dass die Düne vor allem im Sommer eine starke Anziehungskraft entfaltet. Trainiert werden können hier insbesondere unterschiedliche Rückwärtsstarttechniken, das Starkwindhandling sowie das aktive Fliegen im dynamischen Hangaufwind. Auch Flugschulen aus Deutschland und der Schweiz bieten Reisen an die Dune du Pilat an.